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Schaltvermögen

Unter Schaltvermögen Icn nach EN 60934 ist standardmäßig der Strom gemeint, der mindestens dreimal sicher geschaltet werden kann, und zwar einmal Abschalten bei Auftreten eines Fehlers und zweimal Wiedereinschaltung bei dem noch bestehenden Fehler. Danach muss das Gerät noch bedingt funktionsfähig sein.

Wenn das Schaltvermögen nach UL 1077 angegeben ist, darf der Schutzschalter nach der Abschaltung funktionsunfähig sein, muss jedoch in Verbindung mit einer Vorsicherung die »Fail-Safe«-Forderung erfüllen, d.h. es darf kein Schaden an umgebenden Teilen auftreten.

Das Schaltvermögen bezieht sich immer auf den prospektiven Kurzschlussstrom, d. h. auf Strom, der im Kreis fließen würde, wenn der Geräteschutzschalter durch einen Leiter mit vernachlässigbarem Widerstand ersetzt werden würde.

Schaltfolge

Die Schaltfolge bei Kurzschlussprüfungen wird üblicherweise mit folgenden Abkürzungen angegeben:

O Ausschaltung (open)

Gerät ist geschlossen, wird über einen zusätzlichen Leistungsschalter mit dem Kurzschlussstrom beaufschlagt und öffnet. In älteren Vorschriften wird dieser Schaltvorgang auch mit CO bezeichnet (closed open)

CO Einschaltung mit folgender Ausschaltung (close open)

Das Gerät ist geöffnet und der Kurzschluss »steht an«. Das Gerät wird auf den anstehenden Kurzschluss geschaltet und öffnet sofort wieder (Aufschaltung). Bei dieser Betätigungsart ist Freiauslösung unbedingt erforderlich, da das Betätigungselement nicht so schnell losgelassen werden kann, wie das Gerät öffnet. In älteren Vorschriften wird dieser Schaltvorgang auch mit OCO bezeichnet (open close open).

t Pause zwischen den einzelnen Schaltungen.

Üblich sind 3 Minuten oder die Zeitspanne, die nötig ist, um das Wiedereinschalten des Gerätes zu ermöglichen.

Übliche Schaltfolgen sind z.B. O-t-CO oder O-t-CO-t-CO