Bleifrei und RoHS: der aktuelle Stand

Die Europäische Richtlinie 2002/95/EG betrifft die Beschränkung der Verwendung gefährlicher Substanzen (engl. "reduction of hazardous substances" - RoHS) in elektrischen und elektronischen Geräten und ist zum 1. Juli 2006 in Kraft getreten. Die folgenden Substanzen sind von der Schadstoffdirektive betroffen:

  • Blei (Pb)
  • Quecksilber (Hg)
  • Cadmium (Cd)
  • sechswertiges Chrom (Cr VI)
  • polybromiertes Biphenyl (PBB)
  • polybromiertes Diphenylether (PBDE)
  • Decabromdiphenylether (DecaBDE)

 

Ziel ist nicht der vollständige Ersatz dieser Substanzen. Vielmehr haben die nationalen Legislativen die Aufgabe, entsprechende Grenzwerte festzulegen.


Da eine vollständige Vermeidung von Schwermetallen und bromierten Flammhemmern nicht erreichbar sein wird, sollen bestimmte Konzentrationen an Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertigem Chrom, polybromierten Biphenylen (PBB) oder polybromierten Diphenylethern (PBDE) in den Werkstoffen toleriert werden. Folgende Konzentrationshöchstwerte wurden festgelegt:

Blei 0,1 % des Gewichts

=

1000 mg/kg

=

1000 ppm

Quecksilber 0,1 % des Gewichts

=

1000 mg/kg

=

1000 ppm

Cadmium 0,01 % des Gewichts

=

100 mg/kg

=

100 ppm

Chrom VI 0,1 % des Gewichts

=

1000 mg/kg

=

1000 ppm

PBB/PBDE/Deca BDE 0,1 % des Gewichts

=

1000 mg/kg

=

1000 ppm

 

E-T-A Produkte - egal ob Schutzschalter oder Elektronik-Geräte - enthalten keinerlei Quecksilber, Chrom VI, PBB oder PBDE. Der Schadstoff Blei ist nur in manchen der Produkte relevant, bei denen mit bleihaltigem Lot gelötet wird. Cadmium kommt nur in sehr geringer Konzentration vor bei den Geräten, die Silber-Cadmium-Kontakte aufweisen. Laut EG Richtlinie 2005/747/EG vom 21. Oktober 2005 ist Cadmium in elektrischen Kontakten erlaubt. Dennoch hat E-T-A bei den meisten Schutzschaltern die cadmiumhaltigen Kontakte durch cadmiumfreie Kontakte ersetzt. Auch bei den restlichen Geräten wird dies in Kürze geschehen.

Darüber hinaus entsprechen alle E-T-A Geräte der seit 1. Juli 2008 gültigen Forderung nach DecaBDE-Freiheit.

 

Bereits 2005 wurden alle Geräteschutzschalter komplett umgestellt. Dadurch entsprechen alle E-T-A Geräteschutzschalter dieser RoHS Richtlinie.

 

Umfangreiche Hintergrundinformationen zum Thema Geräteschutzschalter und RoHS finden Sie in diesem Fachartikel.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema? Dann wenden Sie sich an unseren Spezialisten Helmuth John. Er wird Sie gerne ausführlich informieren.